Österreich / Forschungs- & Innovationsförderung

 

Neue FTI-Initiative „Transformation der Industrie 2025“: EUR 60 Mio. für klimaneutrale Industrieprojekte

Beitrag vom 25. November 2025

Überblick

Am 8. Oktober 2025 wurde die neue Ausschreibung der FTI-Initiative „Transformation der Industrie 2025“ eröffnet. Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Konsortien können bis 29. April 2026, 12:00 Uhr, Projekte einreichen.
Die Initiative wird vom Klima- und Energiefonds finanziert und von KPC und FFG abgewickelt. Ziel ist es, industrielle Schlüsseltechnologien auf TRL-Level 5 bis 8 in die Anwendung zu bringen und damit die Transformation in Richtung Netto-Null-Industrie voranzutreiben.

Das Gesamtsignal: Österreich setzt einen industriepolitischen Schwerpunkt auf klimaneutrale Technologien, skalierbare Demonstrationsanlagen und hochwertige F&E-Infrastruktur.


Strategische Zielsetzung

Die Ausschreibung verfolgt drei industriepolitische Kernziele:

  1. Demonstration klimaneutraler Produktionsprozesse im industriellen Maßstab
  2. Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Industrieunternehmen stärken
  3. Resilienz und Positionierung in internationalen Wertschöpfungsketten ausbauen

Diese Ziele werden im offiziellen Infoblatt klar definiert.


Was wird gefördert?

  1. Pilot- und Demonstrationsanlagen (P&D-Anlagen)

Gefördert werden neue oder wesentlich verbesserte Technologien, die in einem realen industriellen Umfeld erprobt werden.
Beispiele laut FTI-Dokumentation:

  • großtechnische Validierung innovativer Systemkomponenten
  • Demonstration neuer Energieeffizienz-, Abwärme-, Elektrifizierungs- oder Erneuerbare-Prozessketten
  • Technologien zur Treibhausgasreduktion, Kreislaufwirtschaft oder Ressourceneffizienz
  1. Kombinierte Projekte (F&E-Projekt + P&D-Anlage)

Diese Vorhaben verbinden experimentelle Entwicklung mit einer realen Demonstrationsanlage.
Vorteil: Es gibt einen 10 % Kooperationsbonus im Jurierungsprozess.


Thematische Schwerpunkte

Einreichungen können sich entlang folgender Transformationsfelder bewegen:

  • Elektrifizierung & industrielle Energieeffizienz
  • Kreislaufwirtschaft & Ressourceneffizienz
  • Industrielle Symbiose
  • CO₂-neutrale Gase & Wasserstoff
  • Carbon Capture, Utilisation & Storage (CCUS)
  • Flexibilisierung industrieller Prozesse

Diese Themenbereiche werden im offiziellen Infoblatt ausdrücklich adressiert.


Förderkonditionen im Überblick

Förderhöhe

  • bis zu 45 % der anerkannten Investitionsmehrkosten (Investitionsförderung nach InvestFRL UFI 2022)
  • Maximalförderung: 6 Mio. Euro pro Projekt
  • Mindestinvestition: 100.000 Euro

TRL-Vorgaben

  • Projekte müssen sich im Technologiereifegrad TRL 5–8 befinden – also klar über der Forschung, aber vor der kommerziellen Marktreife.

Förderfähige Kosten

  • Anlage, Montage, Planung (Planung max. 10 %)
  • Nur jene Projektteile, die direkt zum Umwelteffekt (CO₂-Reduktion, Energieeinsparung) beitragen, sind förderfähig
  • Vergleichsangebote und Kostenvalidierung verpflichtend

Ablauf der Antragstellung

Der Prozess ist klar geregelt:

  1. Verpflichtendes Vorgespräch mit FFG und/oder KPC
    • Terminbuchung bis 31.03.2026
    • Letztes Beratungsgespräch: 07.04.2026
    • Grundlage: Projektskizze (mind. 2 Werktage vor Termin einzureichen)
  2. Formale Einreichung bis 29.04.2026, 12:00 Uhr
    • P&D-Anlagen: über KPC
    • F&E-Anteile: über FFG
  3. Formale Prüfung → Fachliche Begutachtung → Externe Jury
    Bewertet werden u. a.:
    • THG-Reduktion (40 %)
    • Innovationsgrad (30 %)
    • Relevanz für Ausschreibungsziele (10 %)
    • Kostenangemessenheit (10 %)
    • Nutzen/Verwertung (10 %)
  4. Förderentscheidung durch das Präsidium des Klima- und Energiefonds

Wesentliche Anforderungen

  • Antragsstellung vor erster Bestellung / Lieferung / Baubeginn
  • Vergleichsangebote für wesentliche Komponenten
  • Detaillierte Projektunterlagen gemäß Checkliste (technische Beschreibung, Umwelteffekt-Berechnung, Business Case, Zeitplan)
  • Bei Konsortien: Konsortialvertrag verpflichtend

Unsere Unterstützung für Ihr Vorhaben

Als Spezialberatung für industrielle Förderprojekte begleiten wir Sie durch den gesamten Prozess – von der Projektdefinition bis zur Juryentscheidung:

  • Strategische Positionierung Ihres Projekts im Kontext der Ausschreibungsziele
  • Erstellung der Projektskizze für das verpflichtende Vorgespräch
  • Entwicklung der Umwelteffekt-Modelle (CO₂-Baseline, THG-Reduktionspfade)
  • Ausarbeitung technischer Unterlagen für P&D-Anlagen
  • Konsortien-Strukturierung & Konsortialvertrag-Guidance
  • Sicherstellung aller beihilfenrechtlichen Anforderungen
  • Vorbereitung auf Jurykritikpunkte (Innovationsnachweis, Skalierbarkeit, TRL-Begründung)

Unser Anspruch: Belastbare Daten, klare Argumentation und maximale Förderwahrscheinlichkeit.

 

Unverbindliches Erstgespräch

Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihr Projekt frühzeitig zu positionieren.
Wir prüfen Ihre Einreichfähigkeit, bewerten die Wettbewerbschancen und definieren gemeinsam die optimale Strategie.

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Beste Grüße,

David Ehrenhöfer

+43 664 88195159

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